Der Vorstand des Vereins »Friedberger Begegnungsgarten« (v. l.): Klaus Schumacher, Bernd Baier, Vorsitzender Hannes Motsch, Karin Johannsmann, Heidi Nitschke, Wolfgang Dittrich und Gerlinde Jallow. (Foto: Frank-Uwe Pfuhl)

Gemeinsam gärtnern

Garten der Begegnung entsteht neben Jimbala

Seit einigen Jahren entstehen in vielen Städten Initiativen, die gemeinschaftlich Gemüse und Obst anbauen. Der Verein »Friedberger Begegnungsgarten« setzt das Konzept an den 24 Hallen um.

Wetterauer Zeitung, 17. Mai 2018, 14:00 Uhr

Von Jürgen Wagner

Die Kinderfarm Jimbala unweit der 24 Hallen darf sich über neue Nachbarn freuen: Auf dem rund 11 000 Quadratmeter großen Grundstück direkt neben dem Abenteuerspielplatz entsteht ein Begegnungsgarten. Die Idee auf den Punkt gebracht lautet: Mehrere Gruppen organisieren das Projekt gemeinsam und bringen so Gartenarbeit und Gemeinschaftlichkeit zusammen.

Um das Projekt auf die Beine zu stellen, wurde ein Verein gegründet, der während der Vorbereitung unter dem Namen »City Garden« firmierte. Jetzt heißt er »Friedberger Begegnungsgarten«. Hannes Motsch und Karin Johannsmann vom Jimbala-Vorstand trieben das Projekt voran. Sie gehören auch zum neuen Vorstand: Motsch als 1. Vorsitzender, Johannsmann als Beisitzerin. Weitere Vorstandsmitglieder sind Heidi Nitschke (2. Vorsitzende), Bernd Baier (Kassenwart), Wolfgang Dittrich (Schriftführer), Beisitzer Klaus Schumacher sowie die Kassenprüfer Gerlinde Jallow und Frank-Uwe Pfuhl.

Verständigung zwischen Kulturen

Zu den Organisatoren zählen neben der Kinderfarm auch der Verein »Mensch mach mit!«, die NABU-Umweltwerkstatt, der Verein Trockendock/RDW und das Evangelische Dekanat Wetterau. Sie wollen einen Ort schaffen, der nachhaltig die Begegnung und Verständigung von Menschen unterschiedlicher Kulturen, Nationalitäten und sozialer Schichten fördert. Auch geht es darum, Mitmenschen Naturerfahrungen und nachhaltiges ökologisches Gärtnern zu ermöglichen. Mit seinem »Interkulturellen Garten« hat das Evangelische Dekanat bereits Erfahrungen mit dem gemeinschaftlichen Gärtnern gemacht. Der Verein »Mensch mach mit!« kann das bereits bestehende theoretische Projekt »Mensch pflanz mit« in die Praxis umsetzen.

Projekte mit Schulen

Die Kinderfarm Jimbala bietet bereits im kleinen Rahmen Beete zur gemeinsamen Bewirtschaftung mit Kindern an. Nun soll in Zusammenarbeit z. B. mit der Musterschule ein nachhaltiges Klassenprojekt entstehen. Trockendock kann mit seinen Teilnehmern von beruflichen Orientierungsmaßnahmen sinnstiftende Tätigkeiten im Rahmen des Gartenprojekts verwirklichen.

Unter fachlicher Anleitung der Umweltwerkstatt Wetterau können interessierte Mitmenschen ganz individuell Obst, Beeren, Gemüse, Kräuter oder auch Blumen anpflanzen. Darüber hinaus sollen auch Flächen gemeinsam bewirtschaftet werden. Die Erzeugnisse sollen dann auch gemeinsamen im Kochtopf verarbeitet werden. »Natürlich kommen auch die Kinder nicht zu kurz«, sagt Hannes Motsch. Diese sollen bei der Pflanz- und Pflegearbeit eingebunden werden, haben aber auch die Möglichkeit, auf dem angrenzenden Abenteuerspielplatz zu spielen.

Pachtvertrag soll zunächst bis 2021 laufen

Das Gelände wird dem Verein von der Stadt Friedberg bereitgestellt. Ein Pachtvertrag mit Laufzeit zunächst bis 2021 soll demnächst abgeschlossen werden. Die notwendige Erschließung und sonstige Maßnahmen wurden bereits über den Paritätischen Wohlfahrtsverband von der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen mit einer Spende von 8500 Euro bezuschusst.

»Natürlich liegt noch viel Arbeit vor uns, bis wir mit dem tatsächlichen Anbau beginnen können«, sagt Motsch. »Ich gehe aber davon aus, dass dies mit den hochmotivierten anderen Vereinen und Privatpersonen baldmöglichst umgesetzt werden kann.«

Weitere Infos über das Projekt »Friedberger Begegnungsgarten« gibt es auf den Homepages der beteiligten Vereine.

Aus der Wetterauer Zeitung vom 17. Mai 2018

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