Artikel aus der Wetterauer Zeitung 23.02.2017

Eine eigene Hütte ist der Wunsch der Jungs aus der Friedberger Altstadt; rechts Jimbala-Mitarbeiter Marco Ohler. (Foto: pv)

Auf der Kinderfarm Jimbala schwingen Kinder den Hammer – und manchmal auch den Kochlöffel. Der Verein hat sein Angebot erweitert und bietet ab März vier bis fünf Tage pro Woche Programm. Zwei hauptamtliche Mitarbeiter, die Jimbala seit September beschäftigt, machen es möglich. »Endlich können wir ein kontinuierliches, professionelles Angebot machen, das von vielen Seiten nachgefragt wurde«, sagt Vorstandsmitglied Karin Johannsmann. Sozialarbeiter Marco Ohler ist voller Elan: »Wir wollen die Kids für die Farm gewinnen, ihnen zeigen, was dort möglich ist, und gemeinsam etwas aufbauen.«

Der Aufbau ist bereits in vollem Gange, denn seit Dezember kommen Kinder aus der Friedberger Altstadt regelmäßig freitags auf die Kinderfarm. Sie hatten den Wunsch, selbst eine Hütte zu bauen. An kalten Wintertagen wurde zudem gemeinsam über dem Lagerfeuer gekocht.

Bisher haben die Jimbala-Hauptamtlichen – neben Ohler ist das die Erzieherin Eva Simon – zweimal pro Woche am Fünffingertreff in der Altstadt mit den Kindern gearbeitet. Die Stadt Friedberg und das Diakonische Werk betreiben dort eine Koordinationsstelle für alle Vereine, die sich in der Altstadt für die Bewohner engagieren. Nun verlagert sich das Jimbala-Angebot ganz nach draußen. »Anfangs werden wir die Kids am Fünffingertreff abholen und mit runter zur Farm nehmen«, erklärt Ohler. Denn die Integration der Kinder gerade aus der Altstadt ist ein Hauptanliegen des Projekts »Zusammen wachsen – zusammenwachsen«, das mit 200 000 Euro von der Aktion Mensch bezuschusst wird. »Irgendwann läuft das hoffentlich von alleine.« Zusätzlich zu den neuen Öffnungstagen unter der Woche bleibt das Wochenendangebot weiter bestehen. »Sonntags Lagerfeuer und Stockbrot machen wir natürlich weiter«, verspricht Ohler. »Da kommen viele Familien auch mit kleineren Kindern.« Unter Sechsjährige brauchen eine Begleitung auf der Kinderfarm. Auch Ferienspiele für Schulkinder bis zwölf Jahre gehören zum Programm.

In den Osterferien ist in der ersten Woche normaler Betrieb, in der zweiten ist der Abenteuerspielplatz dann den angemeldeten Kindern vorbehalten. Es sind noch Plätze frei. Diesmal steht das Programm unter dem Motto »Die wilden Hühner sind los«. »Wir wollen uns echte Hühner ausleihen«, kündigt Johannsmann an. Außerdem erwartet die Kinder eine Mischung aus kreativen, naturkundlichen, handwerklichen und sportlichen Elementen.

Auf dem Platz hat sich ebenfalls etwas getan: Zum Beispiel gibt es mehr Licht an den Toiletten, und der Fahrradweg von den 24 Hallen zur Kinderfarm ist nun ebenfalls beleuchtet. »Die Kosten dafür hat unser Verein übernommen«, berichtet Johannsmann. Gebraucht wird unter anderem noch weiteres Holz für den Hüttenbau. »Jede Spende, um Jimbala weiter auszubauen, ist willkommen.« Jedes neue Kind ebenso.

Die Öffnungszeiten ab 1. März sind mittwochs bis samstags von 14 bis 18 Uhr, am ersten und dritten Sonntag im Monat von 15 bis 18 Uhr. Vom 10. bis 13. April ist nur für Teilnehmer der Ferienspiele geöffnet Anmeldung für die Ferienspiele unter cms.jimbala.de/index.php/ferienspiele

Quelle: Wetterauer Zeitung

 

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