aus den Rosbacher Nachrichten vom 8.6.2019

Es wurde gehämmert, geschliffen und geschraubt, gemessen, gepinselt und geharkt, als von Donnerstag bis Sonntag Rosbacher Kinder und Jugendliche auf Initiative des BDKJ (Bund Deutscher Katholischer Jugend) auf der Kinderfarm Jimbala in Friedberg ihre jährliche 72-Stunden-Aktion angingen.

"Uns schickt der Himmel" lautete diesmal das Motto, das von Jugendgruppen wie Messdiener, Kommunionkinder, Firmlinge oder auch Pfadfinder drei Tage lang in die Tat umgesetzt wurde. Die Schirmherrschaft hatte Landrat Jan Weckler übernommen, und am Sonntag gab es sogar hohen Besuch vom Mainzer Bischof Peter Kohlgraf, der sich vor Ort ein Bild von den zahlreichen Aktivitäten der fleißigen Helferinnen und Helfer machte.

Der Bund Deutscher Katholischer Jugend (BDKJ) widmet sich bundesweit schon seit den 1990er Jahren Projekten, die allein durch ihre Bandbreite zeigen, dass es nicht an Ideen mangelt, die Zukunft mitzugestalten. "Wir kümmern uns um soziale, politische, ökologische, interkulturelle, interreligiöse und internationale Projekte", zählte Mitorganisatorin Daniela Muntetschiniger auf, die auf der Friedberger Kinderfarm Jimbala die diesjährige 72-Stunden-Aktion des BDKJ auf die Beine gestellt hat.

"Wir waren in Altenheimen und Kindergärten, im Wald oder bei den Bienen, um dort anzupacken, wo etwas getan werden muss", berichtete Muntetschinger. Von den zehn Gruppen in der Wetterau mit insgesamt 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zählten die Rosbacher mit der stattlichen Zahl von 26 zu den größten. Sie machten das Areal fit für weitere Aktivitäten. So wurde zum Beispiel eine Jurte - das ist ein traditionelles Zelt der Nomaden in West- und Zentralasien, welches bei Ortswechsel schnell auf- und wieder abgebaut werden kann - mit eigener Hände Arbeit erstellt. "Wir mussten uns erst einmal mit dem Aufbau vertraut machen, um das alles hinzukriegen", berichtete Julia Gründken, eine der Betreuerinnen. Eine Übernachtung in dem Zelt war die Belohnung für die vorangegangene Mühe.

Derweil werkelten andere an den Teilen für die Seifenkisten herum, die demnächst auf der Kinderfarm ihre Runden drehen werden. "Wir freuen uns, dass die Plastik-Rutschautos damit bald der Vergangenheit angehören können", gab Prof. Dr. Gerd Stüwe, Erster Vorsitzender bei Jimbala, zu verstehen. Der Hügel auf dem Gelände, von dem aus der Nachwuchs mit Tempo nach unten düst, ist geradezu geschaffen, um dem Bewegungsdrang der Jimabla-Kinder gerecht zu werden. Am Ende der Aktion blickte er auf einen stattlichen Fahrzeugpark, bei dem natürliche Materialien die Oberhand hatten.

Und damit auch auf den Wegen der Fahrkomfort gegeben ist, harkten und werkelten dort eifrige Helfer, um aus einem Holperweg eine einigermaßen glatte Piste zu machen. An den Bauwagen rückte ein Trupp mit Farbeimern und Pinseln an, um alle Holzteile mit frischer Farbe zu versehen. "Das ist heute erstmal die Grundierung, danach geht es um die Dekoration", verriet Simon Jerina, der als pädagogische Fachkraft bei Jimbala beschäftigt ist. Er freute sich, dass durch die BDKJ-Aktion gezeigt wurde, dass aus Worten (gute) Taten werden können, wenn sich jemand darum kümmert.

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